Geschichte

Im Sommer 2008 hat Jolanda Bossert ihren Ehemann mit einem Jodelvortrag zu seinem 40. Geburtstag überrascht. Auch das Publikum war begeistert und so hat Jolanda im Januar 2009 ca. 15 Frauen zu sich in die Wohnstube eingeladen, um unter der Leitung von Heidi Odermatt einen Jodelkurs zu starten. Dies war die Geburtsstunde der Jodufroue Willisou.

Fortan probten die jodelbegeisterten Frauen jeden Montagabend in der reformierten Kirche in Willisau. Jolanda übernahm die administrativen bzw. sämtliche anfallenden Aufgaben des „Jodelkurses“, Heidi hatte die musikalische Leitung.
Bereits im Dezember 2009 wollten wir das Gelernte unseren Angehörigen vortragen und organisierten unser erstes Konzert im Advent in der reformierten Kirche in Willisau.

Damit wir ein einigermassen einheitliches Erscheinungsbild zeigen konnten, kauften wir im Februar 2010 bunte Schals, welche wir künftig einheitlich in weissem Oberteil und Bluejeans gekleidet trugen an unseren Auftritten. Doch dies war uns bald zu wenig professionell. Mit Nadine Stofer hatten wir eine ausgebildete Trachtenschneiderin unter uns. Diese entwarf für uns ein neues Kleidungsstück, unser schwarz-graues Gilet, welches wir ab Herbst 2010 zusammen mit einer weissen Trachtenbluse und Bluejeans trugen. Doch von der Bluejeans wechselten wir bald zu schwarzen Hosen. Dieses Tenue, angereichert mit einheitlichem Halsschmuck, schwarzen Schuhen und Strümpfen, tragen wir seither und es gefällt uns nach wie vor sehr gut.

Für Jolanda wurde der Aufwand je länger desto grösser und wir wollten offiziell als Verein Anerkennung gewinnen. Im Januar 2012 fand die Gründungsversammlung der „Jodufroue Willisou“ in der Blockhütte auf dem Mettenberg statt. Es wurde ein dreiköpfiger Vorstand gegründet mit Jolanda Bossert als Präsidentin, Yvonne Birrer als Aktuarin und Petra Scherrer als Kassierin.

Mit grosser Freude durften wir nach und nach zahlreiche Engagements wahrnehmen. Unser Ausflug im September fand ebenfalls im Jahr 2012 erstmals statt. Dieser hat uns seither jährlich im September an einen anderen Ort geführt.

An der Generalversammlung vom 20. Januar 2014 gab Yvonne ihren Rücktritt aus dem Vorstand bekannt. Nadja Schwingruber ist in die Lücke gesprungen und arbeitet seither mit grossem Engagement als Aktuarin im Verein mit.

Konzert 2014

2009 erstmals führten wir bis 2013 immer im Dezember an einem Sonntagnachmittag und -abend 2 Adventskonzerte durch. Wegen des grossen Publikumsaufmarsches kam ab 2014 neu auch noch ein 3. Auftritt am Mittwochabend hinzu. Alle 3 Konzerte waren gut besetzt – nun zeigte sich ein Wechsel des Lokals für das kommende Jahr angepasst.

Im Januar 2015 haben wir unseren Vorstand auf 5 Personen erweitert und arbeiten seither mit Freude mit Trudy Meyer und Silvia Arnold zusammen.

Im Januar 2015 sind wir in den Zentralschweizerischen Jodlerverband aufgenommen worden. Diese Aufnahme machte uns den Weg frei für die Teilnahme an unserem ersten Jodlerfest. Diese Vorhaben setzten wir mit der Anmeldung zum „Zentralschweizerischen 2015“ in Sarnen erstmals in unserer Vereinsgeschichte in die Tat um. Im Juni 2015 war es dann soweit. Nach monatelangem, intensivem Proben unter der sehr versierten Leitung von „unserer“ Heidi haben wir uns alle extrem darauf gefreut, „unser“ Festlied „Rägeboge“ von Hannes Furrer der Jury vorzutragen. Und siehe da: Wir wurden belohnt. Als wir am Sonntagmorgen, 28. Juni 2015 die Note „sehr gut“ für unseren Vortrag lesen konnten, war die Freude unter uns überwältigend!  Dies war definitiv das Highlight dieses Vereinsjahres bzw. unserer bisherigen Vereinsgeschichte.

Unsere Konzerte im Dezember 2015 führten wir erstmals in der Aula der Kantonsschule in Willisau auf. Da dieses Lokal grösser ist als die reformierte Kirche in Willisau, luden wir am Samstagabend und Sonntagnachmittag zum Konzert mit dem Motto „Heimatland – Wunderland“ ein. Als Einlage trug unser vereinsinternes Terzett mit Trudy Meyer, Schmidiger Madlène und Schwingruber Nadia zwei Lieder vor, sowie das Duett mit Blum Renate und Burri Priska. Wir waren vollumfänglich zufrieden mit dem Publikumsaufmarsch, den wir in der Kanti begrüssen durften.

Unsere GV führten wir im Januar 2016 im Poem in Willisau durch. Das Abendessen wurde uns aus der Küche des „La Strada“ serviert. Unter „Mutationen“ durften wir Leupi Claudia und Muff Lucia, welche bereits seit August 2015 unsere Proben besuchten in unseren Verein aufnehmen. Die beiden überraschten uns mit einer besonderen Darbietung, was uns alle sehr freute. Leider mussten wir Peter Silvia verabschieden, da sie sich entschlossen hatte, unseren Verein zu verlassen. Neben weiteren anderen Traktanden haben wir einstimmig beschlossen, dass wir auch im nächsten Sommer am Zentralschweizerischen Jodelfest in Schüpfheim teilnehmen möchten. Die Anschaffung einer einheitlichen Tracht war Diskussionsthema zum Traktandum „Verschiedenes“, wurde aber nicht abschliessend behandelt.

Am Sonntag, 10. April 2016 durften wir in der Pfarrkirche auf dem Menzberg den Sonntagsgottesdienst gesanglich mitgestalten. Es bereitete uns wiederum viel Vergnügen in der vollbesetzten Kirche unsere Lieder vortragen zu dürfen. Insbesondere darum, weil aus den Gesichtern und Reaktionen der Kirchenbesucherinnen und -Besucher zu entnehmen war, dass wir auch ihnen eine Freude bereiten konnten.

Das Zentralschweizerische Jodelfest vom 24. bis 26. Juni 2016 in Schüpfheim war ein urchiges, gemütliches und für uns auch sehr erfolgreiches Fest. Für uns war diese 2. Teilnahme an einem Jodelfest mit „Sunntigsplätzli“ ein absolutes Highlight und wir durften wiederum die Bestnote „sehr gut“ bzw. „eine Eins“ entgegennehmen, womit wir natürlich vollumfänglich zufrieden waren.

Am Wochenende vom 2./3./4. Dezember 2016 durften wir anlässlich des 20. Christkindlimärt Willisau an den Jubiläumskonzerten unter der Leitung von Christoph Walter in der Katholischen Kirche in Willisau auftreten. Diese Konzerte waren ein grosses Publikumsmagnet und für unseren Verein eine eindrückliche Erfahrung.

Am 10. und 11. Dezember 2016 fanden an unsere diesjährigen Konzerte zum Thema „E Ougebleck“ wiederum in der Aula der Kanti Willisau statt. Für das leibliche Wohl waren erstmals Regi und Trudy (Team Festwirtschaft) zusammen mit ihren Helferinnen und Helfern besorgt und verwöhnten unsere Gäste mit feinen Zobigplättli sowie verschiedenen Kuchen und Getränken. Für die Dekoration waren wiederum Maria und Sonja zuständig. Ihnen gelang es, eine wohlig warme Stimmung und eine passende Kulisse in die Aula zu bringen. Unsere Ansagerinnen, Nadia, Yvonne, Andrea und Heidi führten gekonnt und amüsant durch das Programm.

An der 96. Delegiertenversammlung des Zentralschweizerischen Jodelverbandes ZSJV vom Samstag, 28. Januar 2017 in Küssnacht am Rigi durfte unsere Dirigentin, Odermatt Heidi, als Veteranin für 25 Jahre Verbandszugehörigkeit geehrt werden.

An der GV vom 03.02.2017 haben wir darüber abgestimmt, dass wir eine einheit-liche Tracht anschaffen wollen. Im Herbst 2017 durften die ersten Sponsoren für unser Projekt veröffentlicht werden. Auch die Produktion der ersten Trachten ist zu diesem Zeitpunkt in Gang gekommen.

Das 30. Eidgenössische Jodlerfest in Brig vom 22. – 25. Juni 2017 in Brig war für uns wiederum ein grosser Erfolg. Bereits zum dritten Mal und zu unserem ersten „Eidgenössischen“ durften wir am Sonntagmorgen die Bestnote 1 aus den Noten-listen entnehmen. Insbesondere weil unsere Dirigentin aus gesundheitlichen Gründen nicht am Fest teilnehmen konnte, war dies für uns ein sehr spezieller Moment. Unsere Vize-Dirigentin, Trudy Meyer hat uns Mut gemacht und Vertrauen zugesprochen und unser Lied „Obestemmig“ von Josef Dubach souverän angestimmt. Sodass wir unser Ziel erreichen konnten.

Ein herzliches Dankeschön an Heidi für die präzise Vorbereitung und das detaillierte Einstudieren sowie an Trudy und auch Anita für die Ausführung.

Mit vielen eindrücklichen, melodiösen, gemütlichen und schönen Erinnerungen denken wir sehr gerne an die Alpabfahrt 2017 in Schüpfheim zurück, an der wir als Folkloredarbietung mitwirken durften. Vor allem das Singen im Umzug war für uns eine neue Herausforderung. Meyer Trudy unsere Vize-Dirigentin hat dies wunderbar geleitet, womit wir auch dieses Erlebnis als Erfolg erleben durften.

Joduefroue Willisau an der Alpabfahrt in Schüpfheim zusammen mit Josef Zihlmann, dem Komponisten vom „Chilchli-Jutz“.

Am 11.11.2017 nahmen wir Teil am ersten Frauenjodlerchor-Treffen in Thörigen. Dies war ein schöner, gemütlicher Abend unter jodel-erfreuten Menschen. Die Jodelgruppe Grotteflueh Ochenberg hat damit einen Stein in die Geschichte der Frauenjodler-Gruppen gemeisselt.

Die Konzerte vom 18./19. November 2017 standen unter dem Motto „Rych beschänkt“. Mit unseren Dirigentinnen ad-interim Schaller Anita und Unternährer Esther durften wir unser Liederprogramm in der Kanti Willisau vorführen. Als zusätzliche Einnahmequelle hatten wir uns etwas besonderes einfallen lassen. Wir führten eine Schätzfrage durch, bei welcher es darum ging, das Gesamtgewicht von uns Jodufroue zu erraten.

Erstmals haben wir am Christkindlimärt Willisau 2017 mit einem Stand teilgenommen. Das Wetter war zwar nicht ideal. Am Sonntag mussten wir den Stand sogar vor dem offiziellen Marktschluss abräumen, da ein heftiger Sturm ihn abzureissen drohte. Doch unsere Älplermagronen haben sehr gemundet und wurden zahlreich verkauft, sodass wir mit dem Resultat schlussendlich zufrieden waren.